Mitarbeiter im Projekt Klimabonus des BUND Sachsen-Anhalt besuchten Anfang Februar 2020 das Cheiner Torfmoor im Norden von Sachsen-Anhalt. Olaf Olejnik, vom Projektbüro „Grünes Band“, führte sie von Salzwedel aus zu den Artenreichen Feuchtwiesen in diesem Gebiet und zum angrenzenden Erlenbruchwald im ehemaligen Salzwedler Stadtforst.

Die Wiesen sind von einem Netz von Entwässerungsgräben durchzogen. Durch den Einbau von wasserregulierenden Sohlschwellen wird ausserhalb des Mahdzeitraums der Grundwasserspiegel angehoben. Der Zeitpunkt des Mähens wird unter Gesichtspunkten des Naturschutzes mit den Landwirten abgestimmt. Dadurch finden seltene Tier- und Pflanzenarten sehr gute Lebensbedingungen. Über sechstausend Orchideen sind in diesem Gebiet beheimatet, unter anderem das Breitblättrige Knabenkraut.

Wertvoll ist diese besondere Bewirtschaftung nicht nur für den Naturschutz, sondern auch für den Klimaschutz. Wenn Moore entwässert werden, können große Mengen klimaschädlicher Gase freigesetzt werden. Intakte Moore hingegen sind ein idealer CO2-Speicher und legen das klimaschädliche Gas dauerhaft fest. Hierzu verständigten sich Dieter Leupold als Leiter des Projektbüros „Grünes Band“ mit Christian Gelleri, dem Leiter „Klimabonus“ – Projekts. Im Rahmen des Projekts Klimabonus soll das CO2-Speicherpotential des Cheiner Torfmoors ermittelt werden.

Christian Gelleri (Projekt Klimabonus), Olaf Oljenik (Projektbüro „Grünes Band“) und Frank Jansky (Projekt Klimabonus) (v.r.n.l.) besichtigen eine artenreiche Feuchtwiese des Cheiner Torfmoores. (Foto: Joris Spindler)